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Alice in wonderland… by www.cleos-design.de.tl
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Cleos Design


09. August 2007

Es gab Tage, an denen hab ich dich rund um die Uhr lachen sehen. Ich muss mir selbst eingestehen das ich manchmal fast ein bisschen neidisch war. Alles schien so perfekt. Der Schein kann trügen sagtest du mir. Trotz des neides hatte ich dich gern. Mehr als gern. Ich liebte dich als meine gute Freundin. Meine Vertraute. Meine Blutsschwester. Meine Seelenverwandte. Nahm dich fast als Vorbild. Du schenktest mit dein lachen. Dieses lachen das ich so sehr liebte. Ich versank darin wenn ich es hörte, wenn der wind es davon trug. Wenn die Regentropfen auf den Boden trafen. Es klang so herzlich. Es klang so überaus frei. Auch um deine scheinbare Freiheit beneidete ich dich. Und wieder sagtest du der Schein könne trügen. Ich liebte es als kleines Kind mit dir im Sommer draußen im Garten fangen oder verstecken zu spielen. Liebte es im Herbst mit dir heimlich über den Zaun zu klettern und Kastanien zu klauen. Liebte es im Frühling mit dir Gänseblümchen zu pflücken und liebte es im Winter dutzende von Schneeengeln zu fabrizieren. Ich errinnerer mich noch genau an deine Worte vor zwei Jahren. Wir saßen im Scheidersitz auf dem Bett und schütteten uns unsere Herzen aus. Da kammst du auf diese Idee Blutsschwestern zu werden. Wir nahmen die Sache doch ziemlich ernst und so schnitten wir uns abends bei kerzenlicht in die haut vermischten das Blut und schworen uns ewige treue und Freundschaft. Besonders wurden dabei die Worte "bis in die Ewigkeit" betont. Ich weiß auch noch genau was für einen Ärger es danach gab als unsere Mütter die Schrammen auf unseren Armen sahen die später zu Narben werden sollten. Eine Errinnerung die sich nichtmehr nehmen lässt. Heute kommen mir Tränen hoch wenn ich die Narbe sehe, an deiner Straße entlang fahre oder auf den Armreif Blicke. Ja dieser besagte Armreif ... meiner blau deiner rot. Meine Mutter trug sie bei der Verlobungsfeier ums Handgelenk. Mir bedeuten sie mindestens genauso viel wie ihr. Du solltest später mit diesem Armreif beerdigt werden. Wir fanden ihn beim herumkramen auf dem dachboden. Ernannten ihn zum Symbol unseres Zusammenhalts und ritzen eines Weihnachtsfestes in der Kirche unsere Namen in die Unterseite des jeweils anderen und bekreuzigten es. Worüber unsere Mütter damals lachten nahmen wir bitter ernst. Kennengelernt haben wir uns bei dem geburtstag deine Mutter im alter von vier unschuldigen Jahren. Damals beäugten wir uns zunächst interessiert, hielten uns jedoch auf Abstand. Als ich dan beim herrumrennen hinfiel (was im übrigen ständig passierte sodass meine mutter sich nicht besonders darum kümmerte) und an einem Stein lehnend zu weinen begann hast du dich dan zu mir gesetzt. Den Arm um mich gelegt und mich getröstet. Schon nach unserer ersten Begegnung waren wir ein Herz und eine Seele. Es gab eine Zeit da kammst du fast jeden Tag zu mir. Wenn ich an dich denke, denk ich an dein lachen. So wie dich bei unserer ersten Begegnung meine Tränen berührten, so berührte mich dein Lachen tief im Herzen. Manchmal wollte ich mich nur mit dir treffen um es zu hören. Ich tat alles dafür dich fröhlich zu sehen. Wenn du es warst war ich es auch. Als du noch lebtest schwärmten alle von unserer innigen Freundschaft. Unsere Eltern und auch andere Freunde. Danach ... ich mag es kaum in Worte fassen redeten alle darüber wie vorhersehbar das alles war. Man sagte wir hätten uns nicht gut getan. Ich sage unsere Freundschaft war das beste was uns passieren konnte. Sie sagen wir hätten uns gegenseitig kaputt gemacht. Ich sage wir hätten uns gegenseitig immer wieder aufgebaut. Sie trügen meine Erinnerungen. Sie sagen meistens hätten wir gestritten. Ich sage wir hatten so gut wie nie streit, immer nur zusammengelacht. Das schlimmste war das Urteil deiner Mutter und deiner Freunde. Sie lasteten mir alle Schuldgefühle auf. Sie sagen ich sei schuld an deinem Tod. Ich hätte dich dorthin getrieben. Ich hätte dir den letzten Stoß gegeben. Sie redeten so lange auf mich ein, bis ich es selbst zu glauben begann. Eine deiner Freundinnen drohte mir tag für tag mich umzubringen. Sie rief bei mir an, sprach rachegelübte und ich machte mir riesige Vorwürfe. Sie hatten mich manipuliert. Wollten all ihre Schuld auf mich abschieben. Sie sagten so lange ich sei schuld das ich es zu glauben begann. Ich hasste mich selbst dafür. Nahm mir alles was sie sagten zu Herzen. Darling, wir können beide nichts dafür. Sie sind es. Sie trieben dich und mich dorthin wo wir jetzt sind. Sie trieben dich in den tod und mich nun fast in den Wahnsinn mit den ständigen Vorwürfen. Sie wollten mir sogar einreden, das ich es ewig lang geplant hätte. Lächelich nichtwahr? Wo wir uns doch so innig mochten. Sie meinten ich hätte dich verachtet. Das ist eine lüge,darling. Das hab ich nicht. Niemals.Wenn wir uns stritten, dann nur wegen Kleinigkeiten die schnell wieder aus der Welt waren. Ich durfte nicht zu deiner Beerdigung. Deine Mutter untersagte es. Ich konnte dir nich lebwohl sagen, so sehr ich es mir auch gewünscht hatte. Dein Verlust ist schlimm, doch viel schlimmer ist es das alle Menschen versuchen meine Erinnerungen von dir zu verwischen. Sie klauen mir die schönsten momente und ersetzten sie mit dramen von angeblichem streit und Hassgefühlen. Sehr lange hatte ich angst vor Xenia manchmal nochimmer. Sie terrorisiert wann sie nur kann. Ich mag nichtmehr auf die Straße gehen aus angst sie kommt wie angedroht mit einem Messer angelaufen. Dabei denken sie garnicht daran das auch ich dich vermissen könnte. Die ersten zwei wochen nach deinem Tod musste ich ein mittel gegen depressionen nehmen um keine Heulkrämpfe zu bekommen. Niemals hätte ich gedacht, dass sich dies alles in so eine richtung entwickeln würde. Einmal lagen wir nachts wach und malten uns Geschichten aus wie wir später leben würden. Weit weg von hier. Es wird niemals wahr werden... 

Für immer in Liebe___.

Freundinnen auf ewigkeit, DarLing <3

9.8.07 20:28


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